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Laborplanung: 5 Fehler, die Sie vermeiden sollten

Ein neues Labor zu planen ist ein komplexes Vorhaben. Von der Raumaufteilung über die Medienversorgung bis zur Möblierung müssen zahlreiche Anforderungen unter einen Hut gebracht werden – technische, normative und organisatorische. In unserer über 60-jährigen Erfahrung als Laboreinrichter haben wir viele Projekte begleitet und dabei immer wieder die gleichen Planungsfehler beobachtet. Fünf davon stellen wir hier vor – zusammen mit konkreten Lösungen.

Fehler 1: Die Nutzer werden zu spät einbezogen

Das Problem

Laborplaner und Architekten entwerfen Grundrisse, wählen Materialien und definieren Raumkonzepte – oft ohne die künftigen Nutzer ausreichend einzubinden. Das Ergebnis: Labore, die auf dem Papier gut aussehen, im Alltag aber nicht funktionieren. Abzüge stehen an der falschen Stelle, Laufwege sind zu lang, oder es fehlen Steckdosen und Datenanschlüsse dort, wo sie gebraucht werden.

Die Lösung

Binden Sie die Labornutzer von Anfang an ein. Führen Sie strukturierte Bedarfsgespräche mit den Teams, die später im Labor arbeiten werden. Fragen Sie nach Arbeitsabläufen, Gerätebedarf und besonderen Anforderungen. Eine frühe Einbindung spart spätere Umbauten und erhöht die Akzeptanz bei den Mitarbeitern.

Fehler 2: Flexibilität wird nicht eingeplant

Das Problem

Laboranforderungen ändern sich. Neue Forschungsprojekte, geänderte Vorschriften oder zusätzliche Geräte erfordern Anpassungen. Wer bei der Planung nur den aktuellen Bedarf berücksichtigt, steht in wenigen Jahren vor teuren Umbauten.

Die Lösung

Setzen Sie auf modulare Laboreinrichtungen. Labortische mit flexibler Medienversorgung, versetzbare Schranksysteme und Abzüge, die sich an veränderte Raumsituationen anpassen lassen, erhöhen die Nutzungsdauer Ihres Labors erheblich. Planen Sie außerdem Reservekapazitäten bei Strom, Druckluft und Abluft ein – eine Nachrüstung im laufenden Betrieb ist aufwändig und teuer.

Fehler 3: Normen und Vorschriften werden unterschätzt

Das Problem

Labore unterliegen einer Vielzahl von Normen und Vorschriften: von der Arbeitsstättenverordnung über die Gefahrstoffverordnung bis hin zu spezifischen Normen wie DIN EN 14175 (Laborabzüge) oder DIN EN 15154 (Notduschen). Werden diese nicht von Beginn an berücksichtigt, drohen Nachbesserungen, Verzögerungen oder im schlimmsten Fall die Verweigerung der Betriebsgenehmigung.

Die Lösung

Erstellen Sie frühzeitig eine Übersicht aller relevanten Normen und Vorschriften für Ihr spezifisches Laborprojekt. Arbeiten Sie mit einem Laboreinrichter zusammen, der die aktuellen Regelwerke kennt und bereits in der Planungsphase auf Konformität achtet. Bei Caspar Labora gehört die Normenberatung zu jedem Projekt dazu.

Fehler 4: Die Medienversorgung wird vernachlässigt

Das Problem

Strom, Wasser, Gas, Druckluft, Vakuum, Datenleitungen – die Medienversorgung ist das Nervensystem eines Labors. Häufig wird sie jedoch erst spät in der Planung detailliert, wenn die Raumaufteilung bereits feststeht. Das führt zu Kompromissen: Mediensäulen stehen im Weg, Leitungswege sind zu lang, oder die Kapazität reicht nicht aus.

Die Lösung

Beginnen Sie die Medienplanung parallel zur Raumplanung. Definieren Sie für jeden Arbeitsplatz, welche Medien in welcher Menge benötigt werden. Berücksichtigen Sie dabei auch den Gleichzeitigkeitsfaktor und mögliche künftige Erweiterungen. Decken- oder Bodenzuführungen bieten oft mehr Flexibilität als wandgebundene Lösungen.

Fehler 5: Der Laboreinrichter wird erst nach der Planung einbezogen

Das Problem

Nicht selten wird der Laboreinrichter erst zur Angebotsabgabe eingeladen, wenn die Planung bereits abgeschlossen ist. Das bedeutet: Der Einrichter muss umsetzen, was andere geplant haben – auch wenn die Planung Schwachstellen enthält. Änderungen in dieser Phase sind kostspielig und führen zu Verzögerungen.

Die Lösung

Beziehen Sie Ihren Laboreinrichter frühzeitig in die Planung ein – idealerweise bereits in der Entwurfsphase. Ein erfahrener Hersteller mit eigener Fertigung bringt Praxiswissen ein, das Architekten und Planer ergänzt: Welche Tischmaße sind ergonomisch? Wie breit müssen Verkehrswege sein? Welche Materialkombinationen sind chemikalienbeständig? Dieses Know-how früh einzubringen, spart Zeit und Kosten.

Checkliste: Die wichtigsten Fragen für Ihre Laborplanung

Bevor Sie mit der Detailplanung beginnen, sollten Sie folgende Fragen beantwortet haben:

  • Welche Tätigkeiten werden im Labor ausgeführt?
  • Welche Gefahrstoffe kommen zum Einsatz?
  • Wie viele Arbeitsplätze werden benötigt?
  • Welche Großgeräte müssen untergebracht werden?
  • Welche Medien (Gas, Wasser, Strom, Daten) werden wo benötigt?
  • Welche Normen und Vorschriften gelten für Ihr Labor?
  • Ist eine spätere Erweiterung oder Umnutzung geplant?
  • Welche Anforderungen bestehen an Klimatisierung und Lüftung?

Caspar Labora: Von der Planung bis zur Montage

Als Familienunternehmen mit eigener Fertigung in Aachen begleiten wir Laborprojekte von der ersten Idee bis zur Inbetriebnahme. Unsere Projektleiter bringen Jahrzehnte an Erfahrung aus hunderten Laborprojekten mit – in Industrie, Forschung, Bildung und Medizin. Beispiele finden Sie in unseren Referenzprojekten.

Sie planen ein neues Labor oder einen Umbau? Sprechen Sie uns früh an. In einem unverbindlichen Beratungsgespräch klären wir gemeinsam die Eckpunkte Ihres Projekts und zeigen Ihnen, wie Sie typische Planungsfehler vermeiden. Jetzt Kontakt aufnehmen.